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Tötungsstation

Seit Ende 2010 versuchen wir den Hunden aus dem “Tierheim” (Canil) in Portimao zu helfen. Die Hunde in diesem Canil, das eher einer Tötungsstation gleich kommt, sind unmittelbar vom Tode bedroht und leben in unvorstellbaren Verhältnissen. Einzige Trinkmöglichkeit ist eine Ablaufrinne, in die Kot und Urin zur Säuberung mit einem Wasserschlauch gespritzt werden. Futter wird einfach über den Zaun geworfen und beim täglichen Kampf um Nahrung gehen die Schwachen leer aus. Alle Hunde leiden an Unterernährung und Mangelerscheinungen. Die Hunde im Canil sind zudem der Willkür und Laune der Pfleger ausgeliefert. Dies ist für die Tiere mit sehr viel Schmerz, Leid und oftmals dem Todesurteil verbunden.

Kranke und schwache Hunde wurden bisher einfach in eine sog. Todesecke geworfen und man machte sich nicht einmal die Mühe sie einzuschläfern – ohne Nahrung und Wasser gingen sie elend zugrunde.

Wir müssen sich bei der Rettung dieser Hunde mit sehr engen Grenzen abfinden, die Verwaltung und Amtstierarzt ihnen auferlegen. Trotzdem haben sie mit ihrer Arbeit erreicht, dass die Todesecke abgeschafft wurde und auch ein Umdenken bei den Pflegern eingeleitet.
Tötungsstation
Mittlerweile verständigt uns der Amtstierarzt auch, wenn ein schwer verletzter Hund gefunden wird. Dem Hund wird so der Gang in die Tötungsstation erspart und kann direkt auf der Quinta Eanna gesund gepflegt werden.

Innerhalb der ersten 3 Monate konnten so bereits über 20 Hunde vor dem sicheren und qualvollen Tod gerettet und in unsere die Obhut übergeben werden.

Diese Hunde wurden und werden medizinisch betreut, gesund gepflegt und sozialisiert. Die Vermittlung dieser Hunde erfolgte und erfolgt verantwortungsvoll und mit klaren Daten an aufgeklärte neue Besitzer.

Canil gleich Tötungsstation?
Wenngleich es - im Gegensatz zu Spanien, hier offiziell den Begriff Tötungsstation nicht gibt, sondern man das Ganze als Canil bezeichnet, so läuft es letztlich auf dasselbe hinaus. Der Unterschied allerdings ist, dass man hier staatlicherseits weder Fangprämien noch Vermittlungsprämien bezahlt. Hundefänger ist hier keine private Sache, sondern der Job wird von Angestellten der Stadtverwaltung in städt. Fahrzeugen erledigt. Damit ist Geschäftemacherei wenigstens im Gegensatz zu Spanien ein Riegel vorgeschoben. Die genauen Vorgehensweisen der Hundefänger zu beschreiben, erspare ich mich hier. Die Canils werden ebenfalls von der Gemeinde betrieben und die Anlaufstellen für die Hundefänger, aber auch für jeden, der seinen Hund nicht mehr will. Mittlerweile hat man eine Einrichtung eingeführt, die den in Deutschland bekannten “Babyklappen” entspricht, nur dass man hier eben Hunde reinschiebt, anonym ... einfach so. Die Hunde werden dann sofort, ohne weiteren Check getötet.

Je nachdem wie der Amtsarzt gestrickt ist, kann die Tötung qualvoll geschehen oder aber so wie veterinärmedizinisch üblich. Alle Varianten sind denkbar.

Ein Blutbild und ein eventuell nötiger Behandlungsplan sowie persönliche Beratung und Unterstützung auch nach der Vermittlung sind dabei selbstverständlich. Jeder aufgenommene Hund wird komplett von einem deutschen Labor auf alle Krankheiten und Mangelerscheinungen getestet. Darauf basierend erstellen wir einen Behandlungsplan und machen den Hund “reisefertig”. Meist müssen die Hunde neben der medizinischen Behandlung erst einmal durch hochwertiges Futter und Nahrungsergänzungsmittel aufgepäppelt werden, bevor sie reisen können.

Im Rahmen unseres Haltungskonzeptes der freien Rudelhaltung werden die Hunde auch sozialisiert und ihnen ihre Traumata genommen, so gut es eben geht.

Erst wenn der Zustand des Hundes psychisch wie körperlich stabil ist, bringen wir ihn persönlich nach Deutschland. Wir arbeiten nicht mit Flugpaten und nicht mit Massentransporten, sondern fahren die Hunde selbst in kleinen Gruppen zu meist 5 Hunden direkt zu ihren neuen Eltern, nach Deutschland.

Wie genau gehen wir vor?
Nachdem wir mit dem zuständigen Amtsveterinär - ein sehr verständiger und auch kooperationsbereiter Mensch, verhandelt die Verantwortung für einen Hund übernommen haben, was eine nachgewiesene Vermittlung oder Pflegestelle voraussetzt, wird der Hund in Quarantäne zu unserem Tierarzt gebracht und folgende Schritte eingeleitet:

  • Herzwurmtest
  • Behandlung der SARNA, falls Herzwurmtest negativ ist
    • bei pos. Herzwurmbefall wird dieser zuerst behandelt
  • sofortige Blutabnahme und Versand nach Laboklin in Deutschland, um ein komplettes Blutbild zu erhalten incl. der allseits bekannten Mittelmeerkrankheiten
  • Erstellung eines umfangreichen Behandlungs- und “Aufpäppelplanes” basierend auf dem Blutbild, das wir im Schnitt nach 3 Tagen per Mail erhalten
  • Integration des Hundes in unseren Hundeclan - also das große Rudel
  • Sozialisierung des Hundes und Behandlung mit Medikamenten und Spezialfutter
  • Erstellung eines weiteren Blutbildes ja nach Erkrankung nach ca. 2 Monaten um die Möglichkeiten einer Impfung zu ermitteln, denn kranke Hunde kann man nicht impfen
  • Sobald ein vertretbarer Gesundheitszustand erreicht ist, wird der Hund reisefertig gemacht und wie o.a. nach Deutschland gebracht. Blutbilder und gff. weitere Behandlungspläne gehören zu den Reiseunterlagen.
    • ansteckende Hunde reisen nicht, sondern bleiben solange hier, bis sie nicht mehr ansteckend sind. Das bezieht sich vor allem auf Parvo bei Welpen und SARNA bei allen Hunden, aber auch div. andere Krankheiten.

Ihre Spende kommt direkt da an, wo sie gebraucht wird, nämlich auch bei den Hunden aus der Tötungsstation. Wir führen u.a. eine Liste mit allen Kosten und Spendeneingängen, die wir wöchentlich aktualisieren, sodass Sie jederzeit sehen können, was Sie mit Ihrem Geld bewirken und wie viele Leben Sie mit Ihrer Spende retten.

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(c) Naturschutzprojekt “Leben” e.V.